Meine sechs besten Tipps für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest

Meine sechs besten Tipps für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest

Meine sechs besten Tipps für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest

Ende November - noch ein bisschen früh um über Weihnachten zu schreiben, meinen Sie jetzt vielleicht? Ich finde, der Zeitpunkt ist perfekt - Vielleicht kann ich Sie ja im Laufe dieses Artikels davon überzeugen ;-).

Ich denke, viele kennen das aus eigener Erfahrung: Kaum hat der Dezember begonnen, geht es auch schon los - Weihnachtfeiern an jeder Ecke, Treffen auf dem Weihnachtsmarkt sind geplant, beruflich gibt es meistens noch vieles zu erledigen, langsam müssen die Geschenke durchdacht und gekauft werden, Plätzchen gebacken, Vorräte und Zutaten für das Weihnachtsessen müssen besorgt werden, der Baum organisiert und, und, und. Man steckt noch mitten in seinem Vorweihnachtserledigungstrott, klappert so seine „innere Liste“ ab, Hektik, Stress und Überforderungsgefühle machen sich nicht selten breit - und schwupps dann ist Weihnachten auch schon da.

In vielen Familien ist es so, dass das „Weihnachtsprogramm“ traditionell feststeht und gar nicht hinterfragt wird, weil es ja schon immer so war und man ja auch niemand vor den Kopf stoßen möchte. Es wäre ja verständlicherweise auch sehr unangenehm, der Familie plötzlich zu sagen, dass man Weihnachten ohne sie verbringen möchte. So eilt man oft am ersten Feiertag zur einen Familienhälfte, am zweiten zur anderen – was auch oft mit weiten Autofahrten verbunden ist. Ich weiß noch, wie weit mir als Kind die Fahrten an den Feiertagen zu meinen Großeltern immer vorkamen, dabei waren es nur dreißig Minuten bzw. anderthalb Stunden.

Wenn der 26. Dezember dann rum ist, ist mancher sogar froh, die ganze „Sache“ - den ganzen Stress - hinter sich zu haben. Dies ist jetzt natürlich etwas überspitzt ausgedrückt aber ein wahrer Kern steckt oft darin.

„Geht das denn nicht auch anders?“ fragt man sich da. Eigentlich ist Weihnachten doch ein herrlich feierliches Fest und es ist toll, dass alle Familienmitglieder gleichzeitig so viel freie Zeit vor sich haben. Wie wäre es denn, sich dieses Jahr frühzeitig und ganz bewusst mit der Familie zusammen Gedanken darüber zu machen, ob man dieses Jahr die alten Traditionen wiederholen möchte und wie man Weihnachten eigentlich verbringen möchte? Und wie kann man damit umgehen, wenn es an Weihnachten immer wieder Streit in der Familie gibt? Ich habe mir mal ein paar Gedanken darüber gemacht, wie man durch frühzeitiges Planen und miteinander über die jeweiligen Erwartungen Sprechen ein harmonischeres, zufriedeneres und auch weniger fremdbestimmtes Weihnachten verbringen kann. Dabei sind meine sechs Tipps für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest herausgekommen:

 

1. Sprechen Sie frühzeitig über Ihre Wünsche für die Feiertage

Setzen Sie sich am Besten jetzt schon mit Ihrem Partner und - falls vorhanden - den Kindern zusammen. Und nun werden Sie bitte kreativ: Jedes Familienmitglied darf frei von der Leber weg sagen, wie es Weihnachten am Liebsten verbringen würde, wenn es keinerlei familiäre Zwänge gäbe. Bitte bewerten Sie die Ideen untereinander nicht – Jeder darf seine Wünsche vorbringen ohne kritisiert zu werden. Schreiben Sie bitte die „Traumweihnachtsvorstellung“ von jedem Familienmitglied in Stichworten auf. Ich wette, dass schon diese Aufgabe zu einigen Überraschungen führen kann. Vielleicht hat sich Ihr Partner noch nie getraut zu sagen, dass er eigentlich über Weihnachten gerne mal wegfahren würde. Oder Ihr Sohn wünscht sich an Weihnachten viel Zeit mit seinen Freunden und ist traurig, dass er immer mit zur Familie muss. Haben Sie sich schon immer gewünscht, mal ein ganz ruhiges Weihnachtsfest zu verbringen? - Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das zu sagen!

 

2. Gibt es eine Möglichkeit, die Wünsche zu kombinieren?

Seien Sie als nächstes gemeinsam nochmal kreativ: Gibt es eventuell Möglichkeiten, die Ideen, Wünsche oder auch die dahintersteckenden Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu kombinieren? Wie könnte man die Feiertage gestalten und dabei möglichst die Vorstellungen aller - wenn vielleicht auch nur zum Teil - berücksichtigen? Auch wenn es vielleicht aus familiären Gründen nicht möglich ist, die Feiertage komplett nur im kleinen Familienkreis Zuhause zu verbringen, so kann Ihr Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung vielleicht auch dadurch befriedigt werden, dass Sie die Familie, die Sie normalerweise am ersten und zweiten Feiertag besucht haben, dieses Jahr mal an Heiligabend komplett zu sich einladen. Dann blieben Ihnen der erste und zweite Feiertag zum Entspannen oder auch, falls dies gewünscht sein sollte, für einen abenteuerlichen Familienausflug übrig. Oder Sie verbringen Heiligabend und den ersten Feiertag mit der Familie und fahren danach in Urlaub. Eine weitere Möglichkeit wäre es, dieses Jahr Weihnachten nochmal Zuhause bzw. mit Familienbesuchen zu verbringen und dafür jetzt schon festzulegen, dass man nächstes Jahr mal über die Feiertage in Urlaub fährt. Wie lassen sich freie Zeiten einplanen, zu denen Ihre Kinder ihre Freunde treffen können? Wie kann Ihrem Bedürfnis nach Ruhe Raum geschaffen werden? Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, werden Sie erfinderisch. Wichtig ist: Entscheiden Sie sich gemeinsam ganz bewusst für eine Lösung bei der alle Beteiligten sagen „Ok, damit kann ich gut leben!“. So fühlt sich niemand zum „Feiertagsprogramm“ gezwungen und fremdbestimmt, was sich mit Sicherheit erheblich auf die Festtagsstimmung auswirkt.

 

3. Planen Sie frühzeitig die Aufgabenverteilung vor und während der Feiertage

Wenn Sie schon mal in der Familienrunde zusammensitzen, wie wäre es damit, auch noch die traditionelle Aufgabenverteilung rund um Weihnachten, wie sie bisher in ihrer Familie stattfand, zu überdenken? Machen Sie jetzt schon mal eine Liste der anstehenden Aufgaben wie z.B. Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum kaufen, Essen vor den Feiertagen kaufen, Putzen usw. Vielleicht sind ihre Kinder ja mittlerweile so alt, dass sie auch ein paar Aufgaben übernehmen bzw. zumindest mitwirken können. Oder Sie stellen bei der Verteilung fest, dass Aufgaben, die für Sie jedes Jahr ein Graus sind, von Ihrem Partner gerne übernommen werden. Machen Sie eine Liste und legen Sie gemeinsam fest, wer welche Aufgaben bis wann erledigt. Überlegen Sie auch, wie die einzelnen Aufgaben möglichst stressfrei erledigt werden können. Bestellen Sie dieses Jahr doch mal ein paar Geschenke online statt durch überfüllte Geschäfte zu rasen. Muss es immer der aufwändige selbstgemachte Festtagsbraten sein? Wie wäre es, sich dieses Mal vielleicht das Essen in einem Restaurant zu bestellen und an Heiligabend einfach nur abholen zu müssen? Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – Die Änderungen müssen zu Ihnen und Ihrer Familie passen!

 

4. Erledigen Sie möglichst viele Dinge frühzeitig

Oft kommt es an Weihnachten zu Streit, weil man komplett unter Strom steht, da man bis zum letzten Moment im Erledigungsstress ist und meist noch am 24. Dezember von Pontius zu Pilatus flitzt: Hier noch schnell Geschenkpapier kaufen, da noch schnell in den völlig überfüllten Supermarkt rasen.Warum nicht z.B. jetzt schon mal im November nach Geschenken schauen – Das nimmt vor Weihnachten den Stress enorm raus! Was spricht denn dagegen, dieses Jahr mal alle Dinge, die sich vorab erledigen lassen, frühzeitig anzugehen und dafür einen Tag vor Weihnachten bewusst Zeit für Entspannung einzuplanen? Ein gemütliches Buch vorm Kamin oder ein Saunabesuch wird Sie optimal auf entspannte Weihnachten einstimmen. Dadurch steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass nicht die erste kleine Meinungsverschiedenheit zur Eskalation führt. 

 

5. Keine zu großen Erwartungen!

Ich habe die Feststellung gemacht, dass es an Weihnachten meistens in den Familien Streit gibt, weil die einzelnen Familienmitglieder mit zu hohen Erwartungen an die Feiertage herangehen. Gedanken wie „Weihnachten muss besonders feierlich sein!“, „Weihnachten muss komplett friedlich und harmonisch verlaufen!“, „An Weihnachten sollte die Familie möglichst viel Zeit zusammen verbringen“ usw. bauen einen riesigen Druck auf. Wie Sie in dem Familiengespräch über die Wünsche zur Gestaltung des Festes vermutlich schon feststellen konnten, haben die anderen Familienmitglieder zum Teil komplett andere Erwartungen an das Fest als Sie und sind vermutlich auch nicht bereit, sich die ganzen Feiertage komplett Ihren Erwartungen zu beugen. Und falls Sie dies des lieben Friedens willens doch tun sollten, werden sie dabei vielleicht nicht immer bester Laune sein. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Weihnachten am schönsten und entspanntesten war, wenn ich mit nicht zu hohen Erwartungen an das Fest herangegangen bin. Daher mein Tipp an Sie: Bleiben sie realistisch mit Ihren Erwartungen – Dann ist die Chance, dass Sie positiv überrascht werden am Größten

 

6. Finden Sie die bisherigen weihnachtlichen Streitherde raus und schauen Sie, wie man sie künftig umschiffen kann

Gab es in Ihrer Familie in der Vergangenheit viel Streit an Weihnachten. Wenn nein, ist es super, dann können Sie diese Aufgabe getrost überlesen. Wenn ja, versuchen Sie doch mal als gemeinsame sachliche Beobachter zu schauen, worum es in den Streits ging. Sind es immer die gleichen Themen oder andere? Überlegen Sie nun gemeinsam, wie man dieses Jahr an Weihnachten mit diesen Situationen besser umgehen kann, wie man Eskalation trotz Meinungsverschiedenheiten verhindern kann.

Sie könnten z.B. gemeinsame Strategien entwickeln wie etwa: Wenn es dicke Luft gibt, gehen wir für eine halbe Stunde jeder seiner Wege und jeder tut das, was ihm hilft, sich abzuregen – wie etwa Spazierengehen, Fernsehen oder was auch immer. 

Stellen Sie sich selbst auch die Fragen: Wie könnte ich dieses Jahr durch eine andere Reaktion die Eskalation verhindern? Wie könnte ich diesmal anders reagieren?, Gibt es bestimmte Muster, nach denen der Streit oft verläuft? Was tragen Sie dazu bei und wie könnten Sie die Anderen mal mit einem anderen Verhalten überraschen?

Wenn Sie hierzu gerne noch mehr Tipps und Anregungen und Aufgaben hätten, empfehle ich Ihnen mein kostenloses E-Mailprogramm "Zum ersten Mal Weihnachten ohne Streit", bei dem Sie jeden Adventssonntag eine E-Mail von mir zu dem Thema erhalten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne und stressfreie Weihnachtszeit sowie gute und friedliche „Weihnachtsplanungsgespräche“!

Wie verbringen Sie Weihnachten? Planen Sie vieles vorab oder sind Sie eher spontan? Und gibt es typische Weihnachtsstreitfallen in Ihrer Familie? Und wenn ja – Wie gehen Sie damit um? Über Ihre Kommentare und Anregungen freue ich mich wie immer sehr.

Herzlichst,

Ihre Christina Wenz

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Kommentare (6)

  1. jana:
    Nov 24, 2015 at 11:18 AM

    Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind und die damit verbunden Schwierigkeiten. Liebe Christina, deine Tipps sind sehr wertvoll und ich kann diese nur unterschreiben. Jedes Weihnachten nehmen sich alle vor, friedlich und gelassen zu bleiben und dann passiert es. Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest und mit deinen Ideen dazu, kann ja nix mehr schief gehen.

    Sonnige Grüße
    Jana

  2. Christina Wenz:
    Nov 24, 2015 at 11:21 AM

    Liebe Jana, ich danke Dir von Herzen für Deinen Kommentar und das Kompliment. Das freut mich sehr! :-) Liebe Grüße, Christina

  3. Beatrice:
    Nov 24, 2015 at 11:44 AM

    Liebe Christina
    Merci für deinen schönen Artikel und deine Tips. Ich bin eher der spontane Mensch und nicht diejenige die alles so gut plant. Das kann dann mal ganz schön hektisch werden. Dein Artikel gib mir jetzt gerade einen Schups mir in den nächsten Tage ein paar Gedanken zu den Geschenken zu machen.
    Herzliche Grüsse
    Beatrice

  4. Christina Wenz:
    Nov 24, 2015 at 11:47 AM

    Liebe Beatrice, herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Ich freue mich sehr, dass ich Dir einen Schubs geben konnte :-). Ich habe mir beim Schreiben des Artikels auch vorgenommen, die Geschenke dieses Jahr ganz früh in Angriff zu nehmen. Liebe Grüße, Christina

  5. Hans:
    Dec 20, 2016 at 10:55 PM

    Liebe Christina,

    ein, gewohnt, super Beitrag.

    Bei uns gibt es Gott sei Dank keine Streits, aber schon mal "Uneinigkeiten. Bis vor 2 Jahren war es regelmäßig so, dass es klar war, dass ich fürs essen zuständig war, und der Rest der Familie für (gefühlt) nichts. Dem hab ich dann ein Jahr den Riegel vorgeschoben und danach machte sich die Gesundheit zu meinem Verbündeten.

    Ich hab mich bisher immer noch ertappt, die Erwartungen an ein schönes Weihnachten zu hoch gesteckt zu haben. Die sind mittlerweile deutlich tiefer und realistischer. Ich musste mir doch eingestehen, dass Weihnachten lange nichts mehr mit den schönen Erinnerungen der Kindheit und Jugend zu tun hat. Bin in der Beziehung ein sentimentaler Gockel gewesen.

    Wünsche Dir und Deinen Lieben ein schönes Fest und alles Gute für das kommende Jahr.

    HG Hans

  6. Christina Wenz:
    Dec 20, 2016 at 11:04 PM

    Lieber Hans, ich danke Dir sehr für Deine Offenheit und das tolle Kompliment! :-) Ja, ich glaube auch, als Kind ist Weihnachten einfach unübertroffen schön! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass je weniger Erwartungen ich habe, desto schöner ist das Weihnachtsfest meistens. Ich wünsche Dir und Deinen Lieben auch frohe Weihnachten und ein wunderbares Jahr 2017 voller Gesundheit und schöner Momente! :-) Liebe Grüße, Christina


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Wer schreibt hier?

Mediation Christina Wenz

Christina Wenz ist Mediatorin, Konfliktcoach und Juristin. Nach langjähriger Tätigkeit im Notariat und in Führungspositionen an Universitäten ist sie in eigener Mediationskanzlei tätig. Sie hilft ihren Kunden dabei, sich aus schwierigen Konfliktsituationen zu befreien und damit wieder mehr Wohlbefinden und ein entspannteres Leben zu erlangen. Neben Mediation in der Familie und der Mediation in der Arbeitswelt ist ihr besonderes Steckenpferd die Mediation bei Streitfällen rund ums Tier.

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