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Josef M. erwirbt einen Hannoveranerwallach als neues Schulpferd für seinen Reitstall. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass das Pferd ein Durchgänger ist und für den Schulbetrieb völlig ungeeignet. Herr M. möchte das Pferd zurückgeben.

Mediation – ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren

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Josef M. erwirbt einen Hannoveranerwallach als neues Schulpferd für seinen Reitstall. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass das Pferd ein Durchgänger ist und für den Schulbetrieb völlig ungeeignet. Herr M. möchte das Pferd zurückgeben.

Der Verkäufer, Peter Z., steht jedoch auf dem Standpunkt, dass er von der Angewohnheit des Durchgehens nichts gewusst habe - offensichtlich ein völlig neuer Wesenszug, der erst nach dem Kauf auftreten sei. Brigitte F. wiederum hat ein Problem mit ihrem Pensionsstall. Ihrer Ansicht nach werden die Boxen zu selten ausgemistet. Außerdem hat sie den Verdacht, dass ihr Pferd nicht täglich auf die Koppel kommt. Was sowohl Josef M. als auch Brigitte F. suchen, ist eine rasche und unbürokratische Lösung. Natürlich möchten sie als friedfertige Mitbürger nicht sofort einen Streit vom Zaun brechen - allerdings wissen sie auch über ihre Rechte Bescheid.

Häufig sind die Fronten schnell so verhärtet, dass ein Gespräch nicht mehr möglich ist. Was nun - Gleich vor Gericht ziehen - Nicht immer eine Option, da in vielen Fällen gar keine Rechtsnorm verletzt wird - etwa, wenn es in einer Stallgemeinschaft zu Streitereien kommt. Bleibt der Stallwechsel als einziger Ausweg übrig - Nicht unbedingt. Denn die genannten Fälle eigenen sich hervorragend für eine Mediation: ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, bei dem der Mediator beide Parteien dabei unterstützt, eine Lösung zu finden, mit der - und das ist wesentliche Punkt - alle zufrieden sind. Ziel der Mediation ist eine schriftliche Vereinbarung, die für alle Beteiligten bindend ist.

Alle Beteiligten müssen bereit sein, sich an einen Tisch zu setzen
Als Mediatorin, die spezialisiert ist auf Mediationen rund ums Tier - mit dem Schwerpunkt Pferde -, hat Christina Wenz erfahren, dass Mediation bei allen Konfliktfällen eine gute Lösung sein kann. Entscheidend ist nur, dass alle Beteiligten bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen. Während der Mediation wächst das gegenseitige Verständnis, sodass es leichter fällt, aufeinander zuzugehen. So war Peter Z. schon nach wenigen Sitzungen bereit, den Hannoveranerwallach im Austausch gegen ein anderes Pferd zurückzunehmen, und Brigitte F. konnte sich mit der Besitzerin des Pensionsstalls einigen, dass sie an den freien Nachmittagen des Stallburschen ihr Pferd selbst auf die Koppel bringt und ausmistet. Im Gegenzug erhält sie eine kleine Ermäßigung der Stallmiete.

Konflikte rund ums Pferd belasten sehr, da einem das Wohl des Tieres am Herzen liegt - und das eigene Wohl selbstverständlich auch. Oft wird viel Geld und Zeit in Pflege und Sport investiert - der Wunsch nach einer harmonisch verbrachten Freizeit ist nachvollziehbar. Konflikte, die vor einem Richter enden, ziehen sich oft sehr lange hin. Eine Zeit, in der nicht nur der Mensch, sondern mitunter auch das Tier leidet. Mit Hilfe der Mediation können meist sehr schnell gute Lösungen gefunden werden.

Gemeinsame Lösung ist doch die bessere Alternative
Mediation ist auch gerade dort eine probate Methode, wo man mit dem Gegenüber noch lange zu tun haben wird, etwa in der Stallgemeinschaft oder im Reitverein. Natürlich läuft man sich da auch später ständig über den Weg. Ein friedliches Miteinander ist nach einem Gerichtsverfahren oft nicht mehr denkbar - übrig bleibt nur verbrannte Erde. Da scheint der -friedliche Weg - der gemeinsamen Lösung doch die bessere Alternative zu sein. Damit der Besuch beim Pferd rasch wieder Freude bereitet.

Infos: Christina Wenz Mediation, Zollamtstrasse 42, 67663 Kaiserslautern, Telefon: 0631-31054424, Telefax: E-Mail: info@mediation-wenz.de